Wen soll ich wählen, ohne die Politiker zu kennen?

Eigentlich weiss ich ja, welche Partei ich bevorzuge. Aber die Politiker dahinter – was sind sie für Menschen? Stehen sie wirklich für das ein was ich bevorzuge? Mir fehlt einfach schlicht die Zeit, mich mit diesen Personen wirklich auseinander zu setzen. Und wer sich auf Wahlplakaten ablichten lässt, ist mir sowieso suspekt. Ich lasse mich doch von aussagelosen Plakaten beeinflussen.

Seit drei Jahren lese ich meine Kandidaten online aus mit smartvote.ch. Ich beantworte die selben Fragen, welche den Politikern auch gestellt wurde. Zum Schluss wird mir eine Liste von Politikern angezeigt und ich kann anhand von einem Spinnendiagramm feststellen, welche Person am besten mit mir passt.
Entsprechend wähle ich dann nicht einfach Parteien und deren Vorzeigedödel, sondern palmiere und kaschiere meine “Zwillinge”. Schliesslich sollen Menschen Politik machen und nicht Parteien.

Seit längerem wird über smartvote.ch und dessen Genauigkeit und Einfluss diskutiert. Die Fragen sollen nicht zu einer wahrheitsgemässen Aussage führen.
Aber Himmel nochmal, wie soll ich dann sonst wählen?
– Den Plakaten vertrauen = den vermögenden Parteien?
– Den Medien = z.B. dem SVP-Blatt Weltwoche oder der linken WOZ?
– Den Parteiparolen = Versprechen bis zum Erbrechen?
– Den Entscheidungen und deren Auswirkung der einzelnen Politiker nachgehen = selber Politiker werden.

Ich finde besser smartvote.ch als Wahlhilfe als gar nichts. Ausserdem sagt mir ja die eine oder andere Partei zu, entsprechend gewichte ich dann gewisse Personen anders wie von smartvote vorgeschlagen. Die Kritik ist gut um die Genauigkeit der Online-Wahlhifle zu fördern. Riecht aber auch etwas nach Angst vor der Macht der freien Demokratie im Internet.

Ist das Kalb ein halbes Schwein?

Verbraucherschutz in Deutschland:
“Kalbswiener, die Schweinefleisch enthalten, Fischsticks ohne Fisch, Zuckersirup statt Honig: Wer sich die Zutatenliste von Lebensmitteln genauer ansieht, muss oft erkennen, dass es mit vollmundigen Versprechen auf Verpackungen und in der Werbung nicht weit her ist.
Auf www.lebensmittelklarheit.de können Sie Produkte melden, bei denen Sie sich durch Aufmachung oder Kennzeichnung getäuscht fühlen.”

Was in Deutschland möglich ist, lässt sich in der Schweiz nicht umsetzen. Laut “Tages Anzeiger” vom 24. Juli 2011 ist hierzulande die Polititk nicht bereit, eine solche Webseite für Konsumenten einzurichten.
Der subtile Beschiss der Hersteller wird also von den Politikern gedeckt. Tönt stark nach Lobbying von Konzernen und deren Verbänden.

“Man soll die Wirtschaft nicht behindern”, heisst es.
Die Wirtschaft hat der Gesellschaft zu dienen.
Nicht umgekehrt, wie es Konzerne und unfähige Unternehmer gerne hätten!

Ein gutes Produkt/Dienstleistung lässt mit lauteren Mitteln anschreiben und bewerben. Sonst gehört es zur Abteilung “Dinge, die die Welt nicht braucht”, und wird von ehrlichen und besseren Konkurrenten vom Markt gedrängt.

Bedingungsloses Grundeinkommen.

Eigentlich geht es um das Recht auf Einkommen und löst das Recht auf Arbeit ab.
Jeder Einwohner der Schweiz erhält ein Grundeinkommen vom Staat. Es ist soch hoch, dass es seine notwendigsten Bedürfnisse (Miete, Krankenkasse, Lebensmittel, Kleider) deckt.
Jede/r Dritte ist mit seiner Arbeit unzufrieden.

Endlich Blog.

Ja, ich habe Anliegen.
Ja, ich habe eine Meinung.
Zur Welt. Zur Umwelt. Zur Gesellschaft. Zur Zeitgeschichte. Zur Politik. Zur Wirtschaft.

Ja, ich will mich dazu äussern.
Bisher äusserte ich mich ab und an per Mail an mein Freunde. Oder wenn mich was enervierte postete ich meine Meinung im Facebook meinen “Freunden”.
Meist mit weing oder keinem Feedback. Vor allem in Facebook, das mir vorkommt wie ein Waste-of-Time-Instrument für Konsumenten. “Freunde”, die in der angenehmen Watte Ihres Hedonismus leben. Dabei jegliche Kritik schnell vergessen, ausblenden, ja sogar als störend betrachten.

Ja, ich will anstossen.
Plüsch und Plastik zerreisen und die Mauern der Zelle des Irrenhauses dahinter ertasten. Die chronisch kranke Gesellschaft und mich mittendrin objektiv betrachten. Vor dem Abgrund unserer Zivilisation stehen und den Blick auf ihre zahlreichen Katarakte aus Paradoxen richten.

Ja, ich diskutieren gerne.
Denn ich bin nicht alleine da draussen. Es gibt die Achtsamen. Die Aufgeweckten. Menschen, welche mit erwachsener Vernunft bestimmt und tolerantet den Weg erahnen. Oder solche, die nicht einverstanden mit mir sind. Um so besser. Was sich reibt gibt Wärme.

Ja, ich ändere meine Welt.
Indem ich andere Möglichkeiten finde. Unbekannte Wege entdecke.  Meine Wahrnehmung ändere und damit meine Ansicht der Welt. Weil jenseits der Materie der Geist den Weg zur Zufriedenheit und zum Glück findet.

Mit diesem Blog kann ich nun auf Mails und Facebookposts verzichten. Hier vertrete ich meine Anliegen, Ansichten, Meinungen.
Für alle, die interessiert sind, gerne diskutieren, oder etwas verändern.
Herzlich Willkommen.